Gesundheitswahn? Visitenkarte vom Doktor zuhause?

Mal ehrlich: wer soviele frei erhältliche Medikamente konsumiert, dass sich die Internetapotheke für ihn lohnt und sogar die schön ausgearbeitete Visitenkarte vom Herrn Doktor zuhause hat, sollte mal ernsthaft über seinen Lebenswandel nachdenken. Ich, meine, wer braucht schon die Visitenkarte vom Doktor? Eine Visitenkarte ist meiner Meinung dafür da, um im Kontakt zu bleiben. Die Nummer vom Doktor muss man nicht unbedingt von der Visitenkarte ablesen, die steht auch im Internet. Von mir aus steinigt mich, wenn Ihr wirklich alle chronisch krank seid, die Ihr über Aspirin-Preise u.ä. herzieht. Wer sich den Luxus leisten kann, beispielsweise sein Auto mit LM-Felgen und CD-Wechsler auszurüsten oder ein Mobiltelefon “just for fun” besitzt, kann sich auch die Zuzahlungen zu Medikamenten leisten, die die Gesundheit wiederherstellen helfen. Wer Apotheken im allgemeinen ein schlechtes Preis/Leistungsverhältnis nachsagt, sollte folgendes bedenken: – es gibt genügend Medikamente, die nicht mal so eben aus der Schublade gezogen werden. Salben und Tikturen mit kurzer Haltbarkeit werden vor Ort hergestellt (das ist doch das eigentliche Apothekerhandwerk, oder?), andere Medikamente benötigen besondere Lagerung etc. – Angenommen, ich möchte verreisen, sagen wir mal, nach Indien. Dafür wird geraten, sich gegen Hepatitis A und Diphterie impfen zu lassen und Malarie-Prophylaxe zu betreiben. Muß ich logischerweise alles selbst bezahlen. Da bin ich froh, daß der Impfstoff in der Apotheke im Kühlschrank liegt und die Apotheke um die Ecke ist. Versuch sowas mal über Internet.

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